This article has been translated from English to German.

Hey Trader,

das ist die Art von Marktsituation, die alle ziemlich aufregt. Wir sind nah dran an den neuen Allzeithochs des S&P 500, das Volumen ist eingebrochen, und trotzdem sind alle, mit denen ich rede, geteilter Meinung: Die einen denken, dass dieser Aufschwung bis 2026 anhält, die anderen glauben, dass wir einen Absturz erleben werden, wenn die Fed zu schnell handelt. SandstoneFX ist hier, um zu erklären, was wirklich auf dem Spiel steht und warum Zinssenkungen der Auslöser sein könnten, den noch niemand vollständig eingepreist hat.

1. Das makroökonomische Bild

Die Fed befindet sich seit einer gefühlten Ewigkeit im Modus „höher für länger”, aber die Inflationszahlen spielen endlich mit. Der Kern-CPI sinkt, der PCE ist wieder unter Kontrolle und die Arbeitsmarktdaten zeigen gerade genug Schwäche, um Powell eine Senkung zu ermöglichen. Die aktuelle Terminkurve deutet auf zwei Senkungen bis zum Jahresende hin. Die große Frage ist nicht, ob sie senken, sondern ob der Markt darauf wie auf eine gute oder eine schlechte Nachricht reagiert.

Denken Sie daran: Die erste Zinssenkung eines Zyklus ist historisch gesehen ein zweischneidiges Schwert. Wenn die Fed die Zinsen senkt, weil das Wachstum einbricht, brechen die Aktienkurse in der Regel ein. Wenn sie die Zinsen jedoch senkt, weil die Politik für eine sich abkühlende Wirtschaft einfach zu restriktiv ist, kann es zu einer „Goldilocks-Rallye” kommen, bei der sich die Multiplikatoren ausweiten und die Indizes nach oben klettern.

2. Was der S&P 500 wirklich einpreist

Auf diesem Niveau preist der S&P im Grunde genommen eine makellose Desinflation und eine sanfte Landung ein. Die Gewinnsaison war stark genug, um einen Teil der Bewegung zu rechtfertigen, aber die Forward-Multiplikatoren nähern sich jetzt der 20-fachen Marke. Das bedeutet, dass der Markt auf Folgendes setzt:

  • Weiteres Gewinnwachstum (keine Rezession).
  • Niedrigere Zinsen (was die Bewertungen ankurbelt).
  • Keine erneute Beschleunigung der Inflation (sorgt dafür, dass die Fed zurückhaltend bleibt).

Eine Schwankung in dieser Dreierkombination führt zu einer starken Neubewertung. Deshalb ist eine Zinssenkung nicht nur eine Zinssenkung, sondern auch ein Signal. Der Tonfall von Powells Pressekonferenz ist genauso wichtig wie die tatsächlichen 25 Basispunkte.

3. Das Spielbuch, wenn Zinssenkungen kommen

Hier ist, was wir bei SandstoneFX beobachten:

  • Kurzfristig: Die erste Zinssenkung löst eine reflexartige Rallye aus, da Algorithmen dies als „zurückhaltende Kehrtwende” interpretieren. Beobachten Sie die Liquidität und warten Sie die anfängliche Turbulenz ab.
  • Mittelfristig: Wenn die Wirtschaftsdaten zu stark einbrechen, kommt es zu Gewinnrückgängen im vierten Quartal und der Markt bricht schließlich unter dem wirtschaftlichen Druck ein.
  • Im besten Fall: Die Inflation sinkt weiter, die Beschäftigungszahlen bleiben positiv, aber nicht übermäßig hoch, die Fed senkt die Zinsen schrittweise und Risikoanlagen feiern wie 2017.

Trader sollten für beide Fälle einen Plan haben. Wenn du hier long positioniert bist, überleg dir, was passiert, wenn ISM oder NFP schlecht ausfallen und die Fed die Zinsen senkt. Wenn du dich zurückhältst, such nach Chancen in Sektoren, die zuerst von niedrigeren Renditen profitieren: Small Caps und zyklische Werte haben hinterhergehinkt und könnten Anziehungskraft entwickeln.

4. Der Positionierungsaspekt

CTAs und systematische Fonds sind bereits maximal long positioniert. Das bedeutet, dass bei einem starken Rückgang die mechanischen Verkäufe die Entwicklung schnell beschleunigen können. Umgekehrt ist die Positionierung der Privatanleger noch relativ vorsichtig (siehe AAII-Stimmung), was zu weiteren Aufwärtsbewegungen führen könnte, wenn nach einem klaren Ausbruch die Angst vor dem Verpassen einsetzt.

Kurz gesagt: Dies ist ein Markt, der steigen will, aber keinen Spielraum für Fehler hat.

5. Wichtige Niveaus, die es zu beobachten gilt

  • 6900: Wenn wir dieses Niveau erreichen, können wir mit einem massiven Bullenlauf bis auf 7200 rechnen.
  • 6400: Die psychologische Schwelle hält oben, und Momentum-Trader bleiben dabei.
  • 6000: Erste echte Verteidigungslinie. Wird diese durchbrochen, ist wahrscheinlich ein Abwärtstrend zu erwarten.
  • 5700: Wenn die „Finanzkrise”-Marke hier durchbrochen wird, wäre die Hoffnung auf eine sanfte Landung dahin.

6. Unsere Meinung

Bei SandstoneFX sehen wir eine Wahrscheinlichkeit von 66 %, dass es zu einem kontrollierten Zinssenkungszyklus kommt, der den S&P bis zum Jahresende weiter nach oben treibt. Aber wir halten uns Optionen für Absicherungen gegen Kursverluste offen, denken dabei an kurzfristige Put-Optionen oder VIX-Call-Spreads, weil die Asymmetrie des Risikos verzerrt ist. Wenn alle auf Long-Positionen setzen, sind die Schocks umso schmerzhafter.

Hier ist die Handelspsychologie genauso wichtig wie deine Chart-Setups. Lass dich nicht von grünen Kerzen hypnotisieren. Du solltest wissen, welche Daten das Szenario umkehren könnten, welche Niveaus deine These widerlegen und bereit sein, deine Meinung schnell zu ändern.

Was denken alle anderen? Steht uns ein Melt-up bevor oder sind wir nur einen schlechten Arbeitsmarktbericht von einem Rug Pull entfernt? Triff die richtige Entscheidung unter www.sandstonefx.com.