This article has been translated from English to German.

Die Umstellung der US-Notenbank auf ein System mit „reichlichen Reserven” bedeutet, dass sie die Reservebestände der Banken anders regelt.

In diesem Rahmen sorgt die Fed dafür, dass im Bankensystem viel überschüssige Reserven da sind, damit sie die kurzfristigen Zinsen besser kontrollieren und ihre Geldpolitik besser umsetzen kann.

Was ist das System der reichlichen Reserven?

Das System der reichlichen Reserven ist ein Rahmen, in dem die Zentralbank dafür sorgt, dass im Bankensystem „reichlich“ oder viele Überschussreserven vorhanden sind.

Bei diesem Ansatz nutzt die Zentralbank vor allem die Zinsen auf die Reservebestände, um die kurzfristigen Zinsen zu beeinflussen und ihre Geldpolitik umzusetzen, anstatt die Bereitstellung von Reserven durch Offenmarktgeschäfte aktiv zu steuern.

Was hat den Wechsel zum System der reichlichen Reserven ausgelöst?

Vor der globalen Finanzkrise von 2008 arbeitete die Federal Reserve mit einem „knappen Reservesystem”, bei dem die von den Banken gehaltenen Mindestreserven relativ niedrig waren.

In diesem Umfeld handelten die Banken aktiv mit Reserven auf dem Federal Funds Market, um ihre Mindestreserveanforderungen zu erfüllen, und die Federal Reserve beeinflusste die kurzfristigen Zinsen durch Offenmarktgeschäfte, um die Reserven im Bankensystem anzupassen.

Während der Finanzkrise erhöhte die Fed die Reserven im Bankensystem durch umfangreiche Ankäufe von Vermögenswerten, die als quantitative Lockerung (Quantitative Easing, QE) bezeichnet werden, erheblich, um Liquidität bereitzustellen und die Finanzmärkte zu stabilisieren.

Infolge dieser Maßnahmen verfügte das Bankensystem über Überschussreserven, die weit über die Mindestreserveanforderungen hinausgingen.

Als Reaktion auf diese Veränderungen hat die Federal Reserve ein System mit hohen Reserven eingeführt, das die Aufrechterhaltung eines hohen Überschusses an Reserven im Bankensystem vorsieht.

In diesem Rahmen nutzt die Fed in erster Linie den Zinssatz für Reservebestände (IORB), um die kurzfristigen Zinsen zu beeinflussen, anstatt die Bereitstellung von Reserven durch Offenmarktgeschäfte aktiv zu steuern.

Bei reichlich vorhandenen Reserven fungiert der IORB als Untergrenze.

Durch die Anpassung der IORB kann die Fed die Banken dazu ermutigen, mehr oder weniger Reserven zu halten, und so den Leitzins beeinflussen, der das Ziel ihrer Geldpolitik ist.

Die Umstellung auf ein System mit reichlich Reserven hat mehrere Vorteile:

  • Bessere Kontrolle über die kurzfristigen Zinsen: Mit reichlich Überschussreserven sind die Banken weniger auf den Federal-Funds-Markt angewiesen, um ihre Mindestreserveanforderungen zu erfüllen, was es der Fed ermöglicht, durch Anpassung des IORB eine bessere Kontrolle über die kurzfristigen Zinsen zu behalten.
  • Einfachere Umsetzung der Geldpolitik: In einem System mit hohen Mindestreserven kann die Fed ihre Geldpolitik einfacher umsetzen, indem sie sich auf einen einzigen Leitzins (den IORB) konzentriert, anstatt die Bereitstellung von Reserven im Bankensystem durch Offenmarktgeschäfte aktiv zu steuern.
  • Verbesserte Finanzstabilität: Ausreichende Überschussreserven können dazu beitragen, das Risiko von Bankenstürmen zu verringern und die Finanzstabilität zu fördern, indem sie sicherstellen, dass die Banken über genügend Liquidität verfügen, um ihren kurzfristigen Verpflichtungen nachzukommen.

Insgesamt stellt die Umstellung der Federal Reserve auf ein System mit reichlich vorhandenen Reserven eine bedeutende Änderung ihres geldpolitischen Ansatzes dar, die den sich wandelnden Bedürfnissen des Finanzsystems und den Lehren aus der Finanzkrise Rechnung trägt.

Angesichts der sich weiter wandelnden Finanzlandschaft dient das System der reichlichen Reserven den Zentralbanken als Rahmen, um ihre geldpolitischen Ziele zu erreichen und die Stabilität des Finanzsystems zu sichern.